CD der Woche vom 05.09.2011 bis zum 11.09.2011

Omnia - Musick & Poetree

Banshee Rec. / Alive (2011)
Omnia - Musick and Poetree Diese CD auf Amazon kaufen
von: Clemens Grün

Omnia ("alles"; Neutrum Plural von lateinisch: omnis, "jeder") ist eine 1996 gegründete holländische Band, die sich dem Pagan Folk zuordnen lässt, einer Richtung des Folk mit Elementen des Neopaganismus, die sich Ende der 1990er Jahre unter anderem aus der Musik der Mittelalterszene entwickelte. Neopaganismus oder Neuheidentum bezeichnet neuzeitliche religiöse und kulturelle Strömungen, die sich unter anderem an antikem, keltischem oder germanischem Heidentum, an außereuropäischen religiösen Systemen, insbesondere dem Animismus ("Gesetz der Ähnlichkeit") und an neuzeitlichen Formen des Hexenglaubens orientieren. Die Musiker selbst bezeichnen ihren Stil als "neo-keltisch".

"Musick & Poetree" ist das 14. Album der Band um die Sänger und Multiinstrumentalisten Steve Sic ( Harfe, Irish Bouzouki, Seljefloit, Low Whistle, Maultrommel, Schlaginstrumente, Darbuka) und Jenny (Hackbrett, Harfe, Schlaginstrumente, Drehleier, Bodhrán, Gitarre, Piano), auch bekannt als "Stenny". Das Album ist in enger Zusammenarbeit mit dem dänischen Musiker und Produzenten Christopher Juul (Euzen, Valravn) entstanden. Die Doppel-CD wird in einem illustrierten Digipack veröffentlicht, das Steve Sic gemeinsam mit den Tierzeichnern Renso Tamse und Marjolein Krujit entworfen hat.

Die fünf Songs der ersten CD ("Musick") thematisieren altbekannte Ideale der Künstler wie die persönliche Freiheit und die Liebe zur Natur. Die zweite CD ("Poetree") enthält sieben ruhige, verträumte Vertonungen von Songs, mit denen die Künstler aufgewachsen sind oder die sie dazu inspiriert haben, so zu leben, wie sie es tun. Darunter finden sich das schwedische Volkslied "Gröne Lunden", eine Interpretation des Marlene-Dietrich-Klassikers "Lili Marleen", Nick Caves "Mercy Seat" oder das holländische "Het Dorp", dessen Original von dem holländischen Bohemian Wim Sonneveld gesungen wurde und ein für Omnia typisches Thema aufgreift: Die Weiden und (Blumen-)Wiesen, die im Zuge der Modernisierung dem gierigen Beton der Urbanisierung Platz machen müssen.