onda-info | 04.04.2014

In dieser Radiosendung dreht sich alles um das Radio - reiner Selbstzweck, könnte man meinen. Aber wir werden ja nicht müde darauf hinzuweisen, dass in Lateinamerika Radio wirklich noch gehört wird und vor allem die Gemeinderadios dort auch eine wichtige soziale Funktion haben - zum Beispiel in Mexiko.

Aus unserer Reihe über Community Medien in Lateinamerika haben wir einen Beitrag aus dem umkämpften mexikanischen Bundesstaat Guerrero. Wer sich dort gegen die Großgrundbesitzer, Kartelle oder Soldaten zur Wehr setzt, lebt gefährlich. Immer wieder werden Menschenrechtsverteidiger, Mitglieder indigener Gemeinden oder Ökoaktivisten umgebracht. Trotz dieser schwierigen Voraussetzungen gehen auch in Guerrero Menschen in Freien Radios auf Sendung, wie in der Kleinstadt Tixtla.

Obwohl der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto seinen Wahlsieg nicht zuletzt den privaten Medienkonzernen zu verdanken hat, wurde der Artikel 28 der mexikanischem Verfassung überarbeitet. Dieser Artikel regelt, unter welchen Bedingungen Lizenzen vergeben und wie Telekommunikationsnetze und Rundfunkanstalten betrieben werden. Miguel Vasquez koordiniert die Kommunikationsabteilung der im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca ansässigen NGO EDUCA und erklärt, welche wesentliche Neuerungen die Verfassungsänderung bringt.

Vorher aber eine Nota über die Versuche reaktionärer Kreise in Uruguay, weitere Enthüllungen über die Militärdiktatur zu verhindern. Währenddessen wird Argentinien zum Satellitenstaat!

Viel Spaß beim Hören!