morgen:magazin | 29.09.2015

Morgenmagazin

© Amnesty International / Henning Schacht

"Asyl ist ein Menschenrecht": Dschigar Khwin Mula Ahmad ist die Flucht aus Syrien gelungen. Er floh vor einem Krieg, den der Diktator Assad der Bevölkerung aufgezwungen hat, und berichtet uns über Flucht, Vertreibung und sein Leben in Deutschland seither.

Gegen die Unterscheidung in gute und weniger gute Flüchtlinge richtet sich die Kampagne „Asyl ist ein Menschenrecht“ von Amnesty International (ai). Ai bezeichnet die Beschlüsse des EU-Gipfels aus der vergangenen Woche als enttäuschend. Statt legaler und sicherer Zugangswege habe man eine Umverteilung der Flüchtlinge beschlossen, die keinerlei Rücksicht auf die humanitäre Lage in Griechenland, Italien und in anderen Ländern an der EU-Außengrenze nehme. Folgerichtig sieht ai in der beabsichtigten Änderung des Asylrechts – der dritten seit Rostock-Lichtenhagen zu Beginn der 90er Jahre – eine gravierende Einschränkung des Grundrechts auf Asyl. Ungeachtet der Diskriminierung und Verfolgung von Roma und Sinti sollen die Balkanstaaten zu sicheren Herkunftsländern deklariert werden.
Bei Udo Böhlefeld im morgen:magazin von multicult.fm sind zu Gast: Sara Fremberg, Pressesprecherin Amnesty International und Wiebke Judith, Referentin für Asylrecht und Asylpolitik.

Ein menschenfreundliches Asylrecht fordert auch wemove.eu. Die grenzüberschreitende Organisation wünscht sich ein anderes, ein soziales und demokratisches Europa. Das gerade ins Leben gerufene Netzwerk hat bereits Stützpunkte in Belgien, Frankreich, der Schweiz, Spanien, Slovenien, Polen, Großbritannien und Deutschland. Oliver Moldenhauer erklärt im morgen:magazin, wohin wemove.eu die EU bewegen will.

Am Mikrofon: Udo Böhlefeld

Sara Fremberg und Wiebke Judith von Amnesty International
Dschigar Khwin Mula Ahmad