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live aus der Marheineke Markthalle

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Der Kiez als Bühne des Zeitgeists – Berlins Upper East Side

Eike Gebhardt und Martin Wiebel

Spätestens seit Montesquieu wissen wir um die untergründigen Verbindungen zwischen Raum und Geist, etwas genauer: zwischen einer Örtlichkeit und einer bestimmten Mentalität. Zahllose ethnische Witze zehren davon, aber auch seriöse Studien, Milieustudien wie auch völkerpsychologische uva., und wenn’s ums Heimatterrain geht, sprechen wir von einem sozialanthropologischen Ansatz. Hinter den hochtrabenden Begriffen steckt – im Idealfall – immer präzise Beobachtung, die dann oft die Geschichte in Geschichten bloßlegen kann – eben die Entwicklung einer bestimmten Mentalität, die angeblich diesen oder jenen Ort prägt.

Wenn dann noch ein Einheimischer diesen Versuch an seiner Familiengeschichte festmachen kann, ist das die ideale Konstellation für einen solchen Versuch. Ein Glücksfall in dieser Hinsicht ist mein heutiger Gast, Martin Wiebel, ehedem Leiter des sog. Kleinen Fernsehspiels im WDR, auf das viele Schöpfungen des neuen deutschen Films zurückgehen. Er hat ein eindrucksvolles, dicht bebildertes Buch geschrieben, das seine Familiengeschichte verflicht mit der Stadtentwicklung des heute angesagtesten Teils von Berlin: Friedrichshain – Titel: Berlin – Upper East Side

Berlin – Upper East Side Eine Friedrichshain-Biografie