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Das Recht auf den eigenen - selbstgewählten - Tod

Während alle Welt samt Medien nur noch ein Thema kannte, die Pandemie, vollzog sich still eine Revolution, die niemand so recht wahrzunehmen schien: Im Februar 2020 entschied das höchste deutsche Gericht – einstimmig! -, dass jeder Mensch das Recht auf einen selbstbetimmten Tod habe. Ohne Wenn und Aber. Das Grundgesetz habe als oberste Werte die Würde des einzelnen Menschen und, daraus abgeleitet seine bzw. ihre absolute Selbstbestimmung über das Leben, das er/sie führen wolle.

Absolut niemand habe das Recht, uns bei dieser Entscheidung zu bevormunden: Keine Religion, kein Arzt, keine Regierung, überhaupt niemand! Oder unsere Motive zu beurteilen oder gar zu verurteilen.

Galt also früher die Regel – in Deutschland wie in einer Reihe anderer Länder – das nur Schwerkranke ohne Hoffnung auf Heilung evtl. eine Sterbehilfe in Anspruch nehmen könnten, so wird dieses Recht nunmehr jedem zugestanden, unabhängig von den Gründen für den Sterbewunsch. Und es schließt das Recht ein, Sterbehilfe zu erhalten.

Wahrlich eine Revolution – zugunsten des Rechts auf ein selbstbestimmtes Leben. Natürlich laufen alle selbsternannten Vormünde Sturm dagegen, die Kirchen sowieso, die Konservativen aller Couleur, und selbst der deutsche Ethikrat. Obwohl mehr als 80% der deutschen Bevölkerung Sterbehilfe gutheißen.

Unser Redakteur Eike Gebhardt spricht mit der Fachanwältin für Medizinrecht, Katrin Helling-Plahr, die für die FDP im Bundestag sitzt.