KULTour

KULTour : eine Sendung geschaffen für eine Stadt wie Berlin! Eine Stadt mit buntem und vielfältigen kulturellen Ambiente, in der Kultur gelebt wird - aber auch vieles unentdeckt bleibt. Wir wollen den Berlinern und Brandenburgern informativ und spannend das stetig wechselnde Berliner Kulturprogramm nahebringen und sie zu eigenen Touren in die kulturelle Vielfalt anregen. Seien es Theaterbesuche, Events, Konzerte, Festivals oder auch Museumsbesuche - eben all das, was im Zeichen von Kultur steht. In unserer einstündigen Sendung sollen auch spannende Bücher und/oder Filme aus der ganzen Welt vorgestellt werden. Alles umspielt von ausgewählter Weltmusik.

letzte Folgen

Was bedeutet „Erfolg"?

KULTour | 11.06.2021

Eberhard Wagemann zum Interview mit Eike Gebhard im multicult.fm-Studio

Eike Gebhard - Eberhard Wagemann

Es gibt Begriffe, die jeder zu verstehen meint, obwohl ihre Bedeutungsvielfalt gar keine Definition zulässt. „Liebe" ist so ein Begriff – was haben Mutterliebe, Nächstenliebe, Vaterlandsliebe, Liebe zur Musik oder Literatur, erotische oder platonische Liebe gemeinsam? Nichts. So ist es auch beim Begriff „Erfolg" – jeder will ihn, und meist bringen wir ihn mit materiellem Wohlstand in Verbindung. Aber war Mozart, der im Armengrab endete, erfolglos? Der Buddhist, der spirituelle Erleuchtung findet? Der Sportler oder Spieler oder Liebhaber, deren ‚Erfolg' sich nicht materiell niederschlägt? Oder ein von Neugier und Entdeckerfreude getriebenes Forscherleben?
Unser Redakteur Eike Gebhardt spricht mit Eberhard Wagemann, dessen Seminare über die Geheimnisse des Erfolgs seit Jahren ein Geheimtipp sind

Theater – abgehobenes Medium oder Volkskultur?

KULTour | 04.06.2021

Logo des Globe Berlin Theater gGmbH

©Globe Berlin Theater

Im Theater heute sieht man kaum noch Fabrikarbeiter, Kassiererinnen oder Pflegekräfte – es scheint ein abgehobenes Elite-Vergnügen geworden zu sein. Das einstmals sogenannte Volkstheater scheint weithin ausgestorben – oder ist ausgewandert in die Comedy-Szene, die allabendlich neben Krimis das Fernsehen füllt.

Jahrtausende war das anders – da war das Theater oft auch der Spiegel einer ganzen Kultur, in Sachen Inhalt wie auch das Publikum sich oft aus allen Schichten rekrutierte. Shakespeare und sein nicht zufällig so genanntes Globe-Theatre sind nur das prominenteste historische Beispiel – und auch hier in Berlin ist es, wie an anderen Orten der Welt, wieder auferstanden.

Die wundersame Geschichte – und die Zukunft des Projekts und der Vision erzählt uns der Mann, dem wir das Projekt verdanken: Christian Leonard.

Gesprächsführung: Eike Gebhardt

KULTour | 28.05.2021

Web-Banner der Insel-Galerie mit Ausstellungsankündigung „Internationale Ausstellung FRESH LEGS“

Bild: Insel-Galerie

Anlässlich der Nach-Corona-Wiedereröffnung der Insel-Galerie wiederholen wir eine Sendung über Frauenkunst (der sich die Galerie widmet) - Eike Gebhardt diskutiert mit einer Gruppe von Künstlerinnen und der Leiterin der Galerie.

In der Ankündigung der Wiedereröffnung heisst es:

Kunst braucht Sichtbarkeit, aber auch Schutz der Interessent*innen! Ausstellungsbesuch nur mit Voranmeldung, per Click oder per Telefon und einem tagesaktuellen negativen Test! Am 03. Juni, 16 - 21 Uhr, eröffnen wir die Internationale Ausstellung FRESH LEGS. Wir zeigen bis 24. Juli Ergebnisse des Internationalen Open Calls, den wir als Partnerin der Galleri Heike Arndt DK ausgelobt haben. Am 5. Juni, 15 Uhr laden wir zum KONZERT VOR DER GALERIE mit dem Saxophon-DUO WINDWIND. Ihr Anliegen an die Galerie nehmen wir gern telefonisch von Dienstag bis Freitag in der Zeit von 14 – 19 Uhr entgegen unter 030-28427050.

KULTour | 14.05.2021

Jacqueline Roussety & Franziska Schreiber im multicult.fm-Studio

In dieser Talkrunde geht es um ein brisantes Thema, das seit Jahren für Aufruhr, kontroverse Diskussionen und Demonstration sorgt - und eine große Spaltung innerhalb der deutschen Gesellschaft mit sich bringt. Es geht um die Partei AfD, die seit September 2017 mit 92 Abgeordneten im Bundestag vertreten ist, und mit ihren medienwirksamen Konfrontationen der etablierten Parteien für Aufsehen und Empörung sorgt. Zu Gast in der Talkrunde ist Franziska Schreiber, die 2013 in genau diese Partei eintrat und hier maßgeblich an deren Image und politischen Idealen mitwirkte. Innerhalb eines Jahres wurde sie Vorsitzende der Jungen Alternativen (JA) in Sachsen und stellvertretende Pressesprechern, ist 2017 dann auch noch im Bundesvorstand angekommen. Gegen den immer stärker werdenden rechten Flügel, insbesondere um Björn Höcke, versuchte sie sich an der Seite von Frauke Petry zu wehren, einen liberaleren Kus anzusteuern, bis sie letztendlich kurz vor der Bundestagswahl 2017 ausstieg. Ihre persönliche aber auch die Entwicklung der AfD versucht sie in ihrem jüngst erschienenen Buch Inside AfD zu erklären, und gibt einen erschreckenden Einblick in einer Parteistruktur wieder, die nur sehr wenig, bis gar nichts mit Demokratie tun hat.

Der Titel verlockt dazu zu glauben, einem Spionagethriller beizuwohnen, dem ist aber nicht so. Die hier beschriebene Entwicklung der AfD erinnern eher an das blutrünstige Drama Macbeth, mit all den Machtgelüsten, dem Wunsch nach Eroberung und Regieren wollen um jeden Preis, Intrigen, hysterisch gewordenen MitgliederInnen die sich nur noch um den einen Gedanken kreisen, sich bis an die Spitze zu katapultieren und dem hämischen Frohlocken der Gestürzten. Und nicht als Spionin oder Ermittlerin, sondern als mittreibende Kraft ist Franziska Schreiber daran beteiligt, die sehr genau über die Machtstrukturen wusste und auch daran mitarbeitete, diese zu perfektionieren, bis letztendlich die Selbsterkenntnis folgte, dass die dortigen Machenschaften nicht wirklich viel mit Demokratie haben.

Redaktion und Moderation: Jacqueline Roussety
Technik: Ringo Kliemann

Eine Wdh. v. 23.11.2018

Identität

KULTour | 07.05.2021

Claudia Gehrke bei einer Lesung, Buchmesse in Frankfurt 2009.

Foto () Martin Lindner, via Wikimedia Commons

Wozu eigentlich braucht man eine Identität? Gewiss, für die Steuer, die Krankenversicherung, den Führerschein und für das Bankkonto. Aber das sind alles Merkmale individueller Unverwechselbarkeit. Wozu aber braucht man eine kollektive Identität? Was nutzt es einem, Christ, Jude oder Moslem zu sein, oder einer bestimmten ethnischen Herkunft – und vor allem: Bin ich einem Menschen wirklich näher, nur weil er oder sie eine ähnliche Blutgruppe – zB als Familienmitglied – aufweist, wir sonst aber vielleicht einander absolut fremd sind, dh überhaupt nichts gemeinsam haben? Verstehe ich einen anderen Menschen besser, nur weil ich mit ihm oder ihr dieselben biologischen Marker teile? Oder weil wir derselben Ethnie mit ungezählten unterschiedlichen Untergruppen entstammen?

Fragen die unser Redakteuer Eike Gebhardt mit seinem Gast - pardon: seiner Gästin – diskutieren will. Vor allem beim Thema Sex hat sie Jahrzehnte Erfahrung als vielleicht bekannteste Verlegerin erotischer Jahrbücher und Literatur: das jährlich erscheinende Mein heimliches Auge kennt jeder, einschl. Varianten wie Mein schwules Auge oder Mein lesbisches Auge. Daneben veröffentlicht sie hochkarätige Literatur – die Trägerin des Kleistpreises Yoko Tawada z.B. ist Stammautorin bei ihr ... Wir freuen uns, die Chefin des legendären Konkursbuch Verlages (nach einem hochturbulenten halben Jahrhundert ist der Begriff ‚legendär' wahrlich nicht zu hoch gegriffen) begrüßen zu können: Willkommen Claudia Gehrke!

 

Wdh. vom 30.4.21