Kontrapunkt Special – Heilige Rituale oder hohle Formalitäten?

Kontrapunkt | 25.12.2020

Zum christlichen Weihnachten und zum jüdischen Chanukkah (-Lichter-) Fest wollen wir über die Bedeutung von Ritualen und Symbolen für die (individuelle und kollektive) kulturelle Identität debattieren – in anderen Worten: Inwieweit sind Rituale wichtig oder überhaupt nötig? Sind sie willkürliche Festlegungen, beliebig austauschbar oder überhaupt verzichtbar für die Erfahrung der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft?

Wir haben Vertreter der drei monotheistischen Religionen eingeladen: Ein Christ, eine Jüdin und eine Muslima werden zu diesen Fragen Position beziehen ihre jeweiligen Erfahrungen vergleichen:

Gregor Hohberg, Pastor der Berliner St. Marien-Gemeinde und Gründungs-Direktor des House of One, einer Institution, die zu eben diesem Zweck ins Leben gerufen wurde: Verschiedene Kulturen mit einander ins Gespräch zu bringen.

Esther Hirsch, theologische Referentinnen in eben jenem House of One und Kantorin in der Synagoge Sukkat Schalom

und

Necla Kelek, Soziologin, vielfache Autorin und eine der bekanntesten, kritischsten und kontroversesten Stimmen der Muslime in Deutschland. Ihr jüngstes Buch „Die unheilige Familie“ wirft einen mehr als nur kritischen Blick auf das patriarchale Familien-Modell im Islam.