Kontrapunkt | 10.02.2013

Kontrapunkt 10.02.2013

v.l.n.r. um Jacqueline Roussety (Mitte): Nicole Schink, Ramon Zürcher, Alexander Hasskerl, Sabine Werner

Unser Thema in dieser Kontrapunktsendung dreht sich um die Berlinale, dem mittlerweile größten europäischen Filmevent des Jahres. Neben rotem Teppich, Glamour und Stars gibt es aber auch die reale Seite des Filmbusiness, nämlich "The making of a Movie". Und genau das werden meine heutigen Gäste mit mir diskutieren, wie denn die Wirklichkeit hinter so einer Produktion eigentlich aussieht. Und, wie viel Schutz und Raum gewährt einem eine Filmakademie. Ist das wirklich die Vorbereitung auf die Realität, oder sind und bleiben es paradiesische Zustände, die sich nie wieder ergeben werden, sobald man den glatten Parkett der Film- und Fernsehwelt betritt?

Zu Gast sind:

  • Ramon Zürcher: der Regisseur des Films "Das merkwürdige Kätzchen", der auf der diesjährigen Berlinale seine Premiere feiern wird
  • Alexander Hasskerl: der Kameramann
  • Nicole Schink: die Regie- und Produktionsassistentin
  • Sabine Werner: Schauspielerin, und das nicht nur in dieser Produktion, sondern seit Jahrzehnten auch auf der Bühne

"Das merkwürdige Kätzchen" ist an folgenden Terminen auf der Berlinale zu sehen:

  • 11.02. 19:15 Uhr im Delphi-Filmpalast
  • 13.02. 22:00 Uhr im Cine Star Event
  • 15.02. 20:00 Uhr im Colosseum 1
  • 17.02. 12:30 Uhr im Arsenal 1

Es ist ein Psychogramm einer latent aggressiven Mutter, gespielt von Jenny Shily, der Plot balanciert zwischen einem unterschwelligen Familiendrama, die Handlung spielt größtenteils im abgeschlossenen Bereich einer Elternwohnung, also definitiv ein Kammerspiel. Während die Familienangehörigen die Wohnung mit ihren Gesprächen, Alltagshandlungen und Kochvorbereitungen beleben, streifen eine Katze und ein Hund durch die Räume. Auch sie werden zu einem zentralen Bestandteil dieses familiären Alltagsreigens, eine sehr eigenwillige Machart, sehr spezielle Kameraführung und Texte, die an Kafka erinnern. Also, in erster Linie kein Fast Food, und nicht das was man im Film- und Fernsehbereich als Mainstream bezeichnen würde. Ist das der Schutz einer Akademie, sich auszuprobieren, ohne sich dem Druck einer Quote unterordnen zu müssen?