Gesundheit, Geldbeutel & Co

Online-Betrug in Corona-Zeiten

Wegen der Corona-Krise mussten viele ihren Alltag ins Home-Office verlegen. Und ihr „Business“ digitalisiert, haben scheinbar auch Taschendiebe und Einbrecher. Der Online-Betrug ist nämlich stark angestiegen seit den Social-Distancing Maßnahmen. Ängste und Unsicherheiten wegen der Pandemie, werden schamlos ausgenutzt. Wir haben jetzt ein paar Hinweise wo Sie in der digitalen Welt genauer hinsehen sollten.

Online-Shopping
Hier reichen die Abzock-Methoden von Medikamenten, die eine Covid-19-Infektion verhindern oder gar heilen sollen, bis hin zu Fake-Shops, die vorgeben Atemschutzmasken, Desinfektionsmittel oder Schutzkittel zu verkaufen. Achten Sie hier immer auf den Absender. Überprüfen Sie über Suchmaschinen, ob die Firmen existieren. Oder Sie rufen angegebene Telefonnummern an. Existiert das Büro wirklich und ein Mitarbeiter meldet sich zu Wort? Kontrollieren Sie außerdem, ob die auf der Website die eingebundenen Gütesiegel verlinkt sind.

Apotheken EU-SicherheitslogoOnline-Apotheken
Gerade jetzt werden alle möglichen Heilmittelchen verkauft. Online-Apotheken müssen jedoch nach EU-Recht verifiziert sein! Und das erkennen Sie am EU-Logo, das auf der Website eingebunden sein sollte. Eine Abbildung des grün weißen Logos finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums. Händler, die Arzneimittel versenden, müssen befugt sein - und zwar nach dem jeweiligen nationalen Recht. Bisher gibt es übrigens weder einen Impfstoff noch Medikamente gegen eine Covid-19-Infektion!

Bundesministerium für Gesundheit
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/krankenversicherung/online-ratgeber-krankenversicherung/arznei-heil-und-hilfsmittel/apotheken.html

Sittenwidrige (Wucher-)Geschäfte
Aktuell können Sie online ein Fläschchen Desinfektionsmittel um 30€ oder eine Baumwoll-Atemschutzmaske um 200€ kaufen. Das kann für ein sittenwidriges Geschäft sprechen! Wer so schamlos die Not vieler ausnutzt, dem kann gemäß Paragraph 291 des Strafgesetzbuches (StGB) eine Geldstrafe drohen oder sogar bis zu drei Jahren Haft. Geködert wird oft mit einer vermeintlichen Verknappung. Der Deutsche Konsumentenbund mahnte bereits einige Händler auf Amazon ab.

Reiseveranstalter u.ä.
Besondere Vorsicht ist außerdem bei Reiseveranstaltern, Versicherungsunternehmen oder Entschädigungsfirmen gegeben. Sie versprechen Rückerstattungen zu arrangieren - was durchaus betrügerisch sein kann.

Bezahlverfahren
Wenn möglich immer auf Rechnung. Alternativen bieten Kreditkarte oder Lastschriftverfahren. Denn hier gibt es Möglichkeiten die Zahlung rückgängig zu machen.

Weitere Maschen beim Online-Betrug
https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/corona-straftaten/betrug-im-internet/

Servicetipp Onlinebetrug

Schützt meine Maske?

Einen sehr guten Überblick zu den unterschiedlichen Maskenarten, die aktuell im Umlauf sind, und wie sie schützen, hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlicht.
https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html

Wer darf noch nach Deutschland einreisen und welche Bestimmungen gelten aktuell für Schutzsuchende?

Prinzipiell gilt, alle Personen müssen sich nach einem mehrtägigen Auslandsaufenthalt für zwei Wochen in Quarantäne begeben und sich beim Gesundheitsamt melden! Beförderungsunternehmen sind verpflichtet Daten über beförderte Passagiere und deren Erreichbarkeit einzuholen. Ausnahmeregelungen gibt es für Pendler*innen.

Deutsche Staatsangehörige
Alle deutschen Staatsangehörigen können nach Deutschland einreisen. Aus welchem Staat sie einreisen, spielt dabei keine Rolle.
Lockerungen zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz
In der Nacht von Freitag, 15. Mai, auf Samstag 16. Mai 2020, treten an den Landesgrenzen für folgende Personen Lockerungen in Kraft:

  • Personen, die ihre Lebenspartnerinnen und Lebenspartner oder ihre Verwandten besuchen oder an wichtigen Familienanlässen teilnehmen wollen
  • Besitzer von selbst genutzten Liegenschaften und Schrebergärten sowie von Landwirtschafts-, Jagd- oder Forstflächen
  • Personen, die Tiere versorgen müssen

Dazu muss in einer Selbsterklärung ausgefüllt und bei der Grenzkontrolle vorgelegt werden: hier

Einreise aus dem Schengenraum:
Menschen, die aus Italien, Spanien, Frankreich, Luxemburg und Dänemark einreisen möchten, werden von der Bundespolizei kontrolliert. Fünf dieser Länder werden vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft. Einreisen darf von dort aktuell nur bei triftigem Grund.
https://www.bundespolizei.de/Web/DE/04Aktuelles/01Meldungen/2020/03/200317_faq.html

Einreise aus Drittstaaten:
Sie dürfen selbst bei dringenden oder berufsbedingten Gründen nicht einreisen. Ausnahme ist Durchreise oder ein dauerhafter Wohnsitz in Deutschland. Da der Flugverkehr weitestgehend eingestellt wurde, gibt es kaum Möglichkeiten einzureisen. Drittstaatenangehörige können an der Rückholaktion des Auswärtigen Amtes in der Regel nicht teilnehmen. Neue Visa werden aktuell auch nicht mehr ausgestellt.

Gibt es Regelungen für Schutzsuchende?
Einige Medien hatten darüber berichtet, dass Schutzsuchende an den deutschen Grenzen abgewiesen werden sollen. Das Bundesinnenministerium sagt allerdings, dass das so nicht stimmt. Bei allen werde individuell geprüft, ob Gesundheitsvorsorgemaßnahmen nötig sind. Wenn das der Fall ist, kann die Einreise untersagt werden. Das "Resettlement"-Verfahren ist aufgrund der Covid-19 Einschränkungen temporär ausgesetzt. Diese Maßnahme bedeutet, dass auch schutzbedürftige Flüchtlinge, die bereits auf eine Umsiedlung vorbereitet wurden oder auf diese warten, nicht einreisen dürfen. Laut UNHCR besteht für dieses Jahr ein weltweiter Bedarf an 1.44 Millionen Resettlement-Plätzen, an denen Deutschland bislang plante sich mit 5.500 Plätzen zu beteiligen.
https://resettlement.de/aussetzung-resettlement-und-hap/

HIER Schutzsuchenden helfen und spenden

Corona-Hilfen für Künstler*innen

Drei Schauspieler-Schatterisse vor rottransparentem Vorhang - Foto von Kyle Head

Foto von Kyle Head

Das Beratungszentrum für Kulturförderung und Kreativwirtschaft Berlin kuratiert in einem Google Doc alle wichtigen Links und Informationen zu Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen. Die Sammlung wird täglich aktualisiert. Jede*r ist dazu aufgerufen auf neue Maßnahmen, zu Tipps, Links und Best-Practice-Ideen in Zeiten von Corona hinzuweisen, um so die gesamte Szene möglichst informieren zu können.
https://docs.google.com/document/d/1WQrFT7bF2unYqZbLnR0lX95C_XztiYUF5viI...

Corona Infos in vielen Sprachen

„Corona Infos“ in vielen Sprachen

© CWD

Mehrsprachige Informationsmaterialien zum Coronavirus hat der Verein Handicap International zusammengestellt. Informationen zu Hygiene, Verhaltensempfehlungen, Risikogruppen, Behandlungsmöglichkeiten und Ursprung des Virus sind in folgenden Sprachen zu finden: Englisch, Arabisch, Französisch, Russisch, Spanisch Italienisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Farsi, Türkisch und Gebärdensprache
lebenshilfe-berlin.de

Zum Arzt ohne Sprachbarriere

In diesem Booklet sind die Facharztrichtungen durch Piktogramme sehr übersichtlich dargestellt, die Sprachkompetenzen der Ärzte sind farblich abgesetzt und es erfolgt eine Zuordnung nach Bezirk.
healthonthemove

Können Haustiere mit dem Coronavirus infiziert sein?

Bild von Allie Smith

In Frankreich müssen aktuell immer mehr Hunde und Katzen wegen schweren Verätzungen von Tierärzten behandelt werden. Sie wurden von ihren Besitzer*innen mit Desinfektionsmittel besprüht. Ein Faktencheck ist also nötig: Können sich Hunde oder Katzen mit dem Virus anstecken?
Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut gibt es bisher keine Beweise, dass Haustiere mit dem Coronavirus infiziert werden könnten. Allerdings sollten generelle Hygieneregeln beachtet werden, da sich das Virus in ihrem Fell verfangen könnte: Man selbst sollte die Tiere nicht anhusten oder sich von ihnen nicht über das Gesicht lecken lassen. Wenn man ein Tier gestreichelt hat, sollte man sich danach die Hände mit Seife waschen. Grundsätzlich gilt, die Tiere aktuell nicht von Fremden Menschen streicheln lassen und sie ein wenig öfter als sonst waschen.
Hundebesitzer, die selber in Quarantäne sind, sollten nicht mit ihrem Hund Gassi gehen. Das Friedrich-Loeffler-Institut empfiehlt pragmatische Lösungen: Ein Nachbar oder eine junge gesunde Person kann mit einer vorher und nachher desinfizierten Leine Gassi gehen. Das Risiko geht nicht von dem Hund oder der Katze aus, sondern von ihren Besitzer*innen! Das Wohlbefinden der Haustiere bleibt nach wie vor eine Priorität.

Mehr Informationen zum Thema findet ihr hier:
https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/coronavirus/

und hier gibt es Informationen zu Nachbarschaftshilfen

Finanzielle Soforthilfe: Deutschlandweite Unterstützungsmaßnahmen

Aktuelle Hinweise zu Unterstützungsmaßnahmen des Bundes finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. In der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sind alle aktuellen Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene aufgelistet.
https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Home/home.html
https://www.bmas.de/DE/Startseite/start.html

Organisationen oder Soloselbstständige: Rat zum Fördermittelmarkt

Fördermittelexperte Torsten Schmotz gibt in seinem Blog einen verständlichen Überblick über alle aktuellen Hilfsmaßnahmen für gemeinnützige Organisationen angesichts Covid-19. Er gibt viele Tipps und Hinweise, was die Umsetzung aktuell laufender Fördermittelprojekte und Veränderungen aktueller Fördermittelausschreibungen betrifft.

https://blog-foerdermittel.de/2020/03/aktuelles-vom-foerdermittelmarkt-f...

 

Unterstützung für Berliner Unternehmen

Berliner Unternehmen werden bei Liquiditätsengpässen aufgrund der Covid-19-Maßnahmen vom Land Berlin unterstützt. Hilfe und Unterstützung bei der Antragstellung erhält man bei der Investitionsbank Berlin.

https://www.ibb.de/de/wirtschaftsfoerderung/themen/coronahilfe/corona-li...

Ist die Uni dicht, lässt sie euch mit E-Learning nicht im Stich.

Die Plattform Future Learn bietet online Kurse von unterschiedlichen Universitäten an. Nicht nur Erasmusstudent*innen, sondern auch Lehrende finden da eine kostenlose Unterstützung.

https://www.futurelearn.com/

Wie umgehe ich Fake-News?

Im Minutentakt prasseln hunderte Neuigkeiten zur Corona Krise auf uns ein. Darunter sind leider auch viele Fake-News und Verschwörungstheorien, die beängstigend oder sogar gefährlich sind. Das macht unsere Quarantäne-Situation nicht leichter!

Check der Faktenüberprüfung in 3 Schritten:

  1. WER? Prüft wer die Nachricht verfasst hat. War es ein anonymer Blogger oder ein bekannter Journalist? Wenn es eine Nachricht auf Social Media war, prüft das Profil. Wird ein Nickname genutzt oder Vor- und Nachname? Wie lange existiert das Profil und wie viele Follower hat es? Dasselbe gilt für Websites: Gibt es ein Impressum? Welche realen Personen stehen dahinter?
  2. WAS? Ist die Nachricht nur spektakulär und enthält kaum Fakten? Überprüft die Fakten im Inhalt. Existieren genannte Expert*innen, Daten und Verweise tatsächlich? Gibt es seriöse Medien, die ebenfalls darüber berichten? Vielleicht wurde die Nachricht bereits auf einer anderen Plattform oder einem Blog als Falschmeldung entlarvt!
  3. WIE? Sieht das Format der Nachricht professionell aus? Oder beinhaltet der Text Rechtschreibfehler? Ist der Text objektiv und nach den Regeln journalistischer Texte geschrieben? Prüft auch Bildquellen! Um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen werden oft Bilder als Unterstützung genutzt. Eine Schwachstelle - denn über die umgekehrte Bildersuche in Google könnt ihr überprüfen, ob das Bild einfach aus dem Netz gezogen wurde.

Wer, was und wie werden bereits von einige Plattformen geprüft. Hier eine Auswahl:

Sichere Websites für Corona-News

 

Wie umgehe ich Fake-News?