Solidarisch durch die Krise

Die Berliner Freiwilligenbörse virtuell vom 17. bis 23. April

Freiwillige in Renickendorf bei einer Pflanzaktion / Die NABU-Bezirksgruppe Reinickendorf pflanzen Frühjahrsblüher

Foto: Barbara Neuhaus

Viel Engagement trotz und gerade wegen Corona gefragt

Die Berliner Freiwilligenbörse zeigt jedes Frühjahr, wo und wie man sich für das Gemeinwohl einbringen kann. Diesmal präsentieren sich an die 100 Vereine und Initiativen nicht im Roten Rathaus, sondern im Internet. Wer überlegt, sich freiwillig zu engagieren, kann sich vom 17. bis 23. April auf einem Portal informieren, um sich dann telefonisch beraten zu lassen. Zuvor schon lohnt ein Blick in den Berliner Engagementkatalog 2021, online hier einsehbar https://berliner-freiwilligenboerse.de/engagementkatalog/. Die Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V. als Veranstalterin hat die diesjährige Ehrenamtsmesse unter das Motto „Zivilgesellschaft.Gestalten.Wir!" gestellt.

Service-Tipp

Corona als Chance

Foto: Javier Allegue Barro/unsplash

CM4CH-LogoDie Corona Einschränkungen wurden weltweit immer weiter gelockert, zumindest für die meisten Menschen in Deutschland schien das Leben langsam wieder so zu werden, wie vor der Pandemie. Aber… wollen wir überhaupt zurück zum Status Quo? Insbesondere für Menschen in den Berufen, die während der Corona-Krise am meisten gebraucht wurden, bedeutet das: Niedrige Löhne, wenig Anerkennung, schlechte Arbeitsverhältnisse. Zwar wurden von der Bundesregierung Maßnahmen für Pflegekräfte beschlossen, allerdings sind diese an bestimmte Bedingungen geknüpft. So profitieren zum Beispiel nur Altenpfleger*innen von der Sonderprämie von 1500 Euro - Krankenhauspersonal ist von der Unterstüzung ausgenommen. Die Teilnehmenden des Multicult.fm Fortbildungsprojektes  „Crossmedia for change“ haben sich mit den Auswirkungen der Corona-Krise beschäftigt. Dennis  John fasst zusammen, was  wir aus dem Umgang mit der Pandemie lernen können und  welche positiven Neuerungen wir beibehalten sollten.

Autor: Dennis John

Coffee Union App

Die Coffee Union Gründer vor bleuem Himmel mit Kaffee-Becher im Vordergrund

Foto: Coffee Union

Wenn im Alltag mal wieder wenig Zeit ist, aber der wach machende Kaffee dringend  gebraucht wird - ist meistens der Coffee-to-go die Lösung!
Aber was sagt unser ökologischer Fußabdruck dazu? Er wird kleiner, denn die Coffee Union App macht Kaffeetrinken nachhaltiger und sozialer. Ab sofort könnt ihr mit dem Smartphone in 60 Berliner Cafés online bestellen und bezahlen. Für jeden Kaffee im Mehrwegbecher gehen 0,10 € an eine gemeinnützige Organisation - eine solidarische Win-win-Situation.
Außerdem wichtig: Durch die Coffee Union App wird die Gastronomie coronakonform unterstützt, denn die Abholung beim Café erfolgt kontaktlos.

Finanzielle Soforthilfe: Deutschlandweite Unterstützungsmaßnahmen

Aktuelle Hinweise zu Unterstützungsmaßnahmen des Bundes finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. In der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sind alle aktuellen Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene aufgelistet.
https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Home/home.html
https://www.bmas.de/DE/Startseite/start.html

Organisationen oder Soloselbstständige: Rat zum Fördermittelmarkt

Fördermittelexperte Torsten Schmotz gibt in seinem Blog einen verständlichen Überblick über alle aktuellen Hilfsmaßnahmen für gemeinnützige Organisationen angesichts Covid-19. Er gibt viele Tipps und Hinweise, was die Umsetzung aktuell laufender Fördermittelprojekte und Veränderungen aktueller Fördermittelausschreibungen betrifft.

https://blog-foerdermittel.de/2020/03/aktuelles-vom-foerdermittelmarkt-f...

 

Unterstützung für Berliner Unternehmen

Berliner Unternehmen werden bei Liquiditätsengpässen aufgrund der Covid-19-Maßnahmen vom Land Berlin unterstützt. Hilfe und Unterstützung bei der Antragstellung erhält man bei der Investitionsbank Berlin.

https://www.ibb.de/de/wirtschaftsfoerderung/themen/coronahilfe/corona-li...

Ausweglos in der Isolation: Covid-19 in Flüchtlingslagern

Die Welt befindet sich aufgrund der Corona-Pandemie immer noch in einem Ausnahmezustand. Am dramatischsten ist die Situation in Flüchtlingslagern. Jetzt wurde der erste positive Fall von Covid-10 im weltweit größten Flüchtlingslager in Bangladesch bestätigt. Neben ungenügender Aufklärung sind die Hygienezustände katastrophal. Auf engstem Raum teilen sich viele Familien eine Toilette und an Zugängen zu Trinkwasser und Waschräumen bilden sich lange Schlangen. Ähnliche Situationen herrschen auch in Griechenland, Jordanien, Brasilien oder im Sudan. Eine rasante Verbreitung des Virus ist unter solchen Bedingungen unvermeidbar.

Unterstützen können Sie über die UNHCR. Die Organisation versucht 745 Millionen US-Dollar zu sammeln, um in den Camps die Wasser- und Sanitärkapazität zu erhöhen, Hygieneartikel zu liefern, Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen zu schulen und viele weitere Unterstützungsmaßnahmen umzusetzen.

https://donate.unhcr.org/int/coronavirus-emergency/~my-donation

 

Vereinsamung und Ängste durch Sprachbarrieren bei Geflüchteten

Vereinsamung und Ängste durch Sprachbarrieren bei Geflüchteten

Foto von Anthony Tran

Das Gesundheitszentrum für Flüchtlinge weist in einer Pressemitteilung auf die notwendige psychosoziale und psychotherapeutische Behandlung auch während des Lockdowns hin. Die Maßnahmen und Kontaktsperren, um dem Coronavirus entgegenzuwirken, können gefährliche Auswirkungen auf Geflüchtete Menschen zur Folge haben. Denn die soziale Isolation und Unsicherheiten wegen ungenügender Aufklärung können zu Vereinsamung führen und zum Teil auch irrationale Ängste schüren.

"Es bestehen zudem ausgeprägte Verunsicherungen, da die durch Medien vermittelten Informationen und Maßnahmen aufgrund von Sprachbarrieren oft nur unzureichend verstanden werden. Die Patienten über die Erkrankung aufzuklären und bei der Umsetzung der geforderten Verhaltensänderungen zu helfen ist dabei ebenso wichtig, wie gemeinsam mit Ihnen Strategien zu entwickeln, mit den teils schwer belastenden Einschränkungen umzugehen."

Das GFZ reagierte schnell auf die neuen Umstände, die die Corona-Krise mit sich brachte und passte die Behandlungen durch Psychiater und Psychotherapeuten, muttersprachlich oder mithilfe von Dolmetschern und Sprachmittlern, darauf an.

Mit Sitz in Berlin-Steglitz ist das GFZ eine innovative Einrichtung zur psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung von Flüchtlingen, über deren Asylantrag noch nicht rechtsendgültig entschieden wurde. Die Finanzierung der Behandlungen erfolgt über die gesetzliche Krankenversicherung, wenn nach den ersten 18 Monaten die Finanzierung über das Landesamt für Flüchtlinge ausgelaufen ist.

Homepage des GFZ

Pressemitteilung

Hilfs- und Informationsangebote: Corona-Infos in vielen Sprachen

Solidarischer Einkauf: Geflüchtete bieten Unterstützung an

Die Webseite Deinhamster.com verbindet Hilfesuchenden mit Flüchtlingen, die für sie einkaufen gehen oder ihnen Medikamente bringen. Alle können sich hier kostenlos anmelden:

http://deinhamster.com/

nebenan.de: Unterstützung in der Nachbarschaft suchen und finden

Bild von Vlad Frolov

Bild von Vlad Frolov

Diese Website vernetzt Nachbarn untereinander. Man kann Hilfe anbieten oder Hilfe finden. Gerade jetzt ist es wichtig unseren älteren Nachbarn und Nachbarinnen zu helfen und ihnen z.B. die Einkäufe abzunehmen. Grundsätzlich lässt die Website aber die Nachbarschafts-Solidarität aller Generationen aufblühen: Von nachbarschaftlicher Kinderbetreuung, Car-Sharing, Kleidertausch bis hin zur Stammtisch-Renaissance und vielen weiteren Angeboten - findet man auf der Plattform.


Nach der Registrierung und Verifizierung kann man sich mit den eigenen Nachbarn vernetzen und Hilfe anbieten oder entgegennehmen.
Abseits der Online-Welt gibt es aber auch die Möglichkeit unter der folgenden Hotline nach nachbarschaftlicher Unterstützung anzufragen: 0800-866 55 44

Unser Tipp: Falls Sie selbst keine Hilfsangebote bieten können, hängen sie einen Infozettel in Ihre Wohnhaus-Einfahrt mit der Hotline von nebenan.de, um Ihre älteren Nachbarn über dieses Angebot zu informieren. Wir haben Ihnen bereits einen Text vorformuliert:

Liebe Nachbarn,
falls sich jemand in den nächsten Wochen in Quarantäne befinden sollte oder einer der Risikogruppen angehört, hat er die Möglichkeit unter folgender Hotline um Unterstützung aus unserer Nachbarschaft zu finden.
0800-866 55 44
Alle Helfer und Helferinnen, die ihre Unterstützung anbieten, werden von der nebenan.de Stiftung verifiziert und überprüft.
Sie sind nicht alleine! Viele Grüße und bleiben Sie gesund

nebenan.de

Unseren Gesundheitssektor solidarisch unterstützen!

Pfleger*in / Ärzt*in

Bild von H Shaw

Der Gesundheitssektor ist weltweit überlastet. Ein Blick nach Frankreich verrät uns, wie wir Pfleger*innen und Ärzt*innen als Privatpersonen durchaus solidarisch unterstützen könnten.

In französischen Krankenhäusern gibt es zum Beispiel neues unbezahltes "Personal", auf das sich die Pfleger und Pflegerinnen besonders freuen. Essenslieferanten gehen seit der Corona-Krise mehrmals täglich ein und aus. Restaurants und Privatpersonen haben es sich zur Aufgabe gemacht, kostenlose Menüs in die Krankenhäuser zu liefern. Eine Pizza oder ein Frühstücksteller können den stressigen Arbeitstag im Pflegesektor durchaus erleichtern.

Große Zeitfresser sind die erhöhten Hygienemaßnahmen: Pfleger und Pflegerinnen müssen ihre Schutzkleidung um einiges öfter als sonst wechseln, um sich vor dem Virus zu schützen. Das führte zu Engpässen und in weiterer Folge dazu, dass Ärzt*innen in Lyon oder in Reims bereits auf Müllsäcke zurückgreifen müssen! Aber auch hier zeigt sich solidarische Unterstützung aus der Bevölkerung: Privatpersonen nähen Kittel und spenden sie den Krankenhäusern. Leicht verständliche Schnittmuster stellt die französischen Website faisuneblouse.com zu Verfügung. Aus Baumwoll-Bettbezügen oder Tischdecken ist somit schnell ein neuer Kittel genäht. Die Oberhavel-Kliniken in Brandenburg bitten zum Beispiel online um Schutzmaterial - also um Masken, Kittel oder Desinfektionsmittel. An den Eingängen der Kliniken stehen Spendenboxen für private Spenden. Auf den Websites findet man meist Bedarfslisten. Wenn ihr mit Nadel und Faden geschickt seid, guckt doch mal nach, ob das Krankenhaus um die Ecke eure Unterstützung benötigen kann.

Was in Frankreich ebenfalls mehr als gut klappt, sind Blutspenden! In Deutschland bewirken die Corona-Maßnahmen leider, dass einige Menschen unsicher sind, ob sie überhaupt zur Spende gehen dürfen. Die Blutversorgung darf in dieser Krise aber auf keinen Fall abflachen. Interessanterweise gibt es in Frankreich sogar einige Regionen mit aktuell dreimal so viel Blutspendern wie sonst. Ein schönes Zeichen der Solidarität! In Toulouse musste das Personal sogar Spender ablehnen, weil sich zu viele Menschen gemeldet haben. Vermutlich liegt es an den Kommunikationskampagnen. L'Etablissement français du sang, also die französische Organisation für Blutspenden ruft jede Woche erneut zur Spende auf. Da das Blut nur 42 Tage lang haltbar ist, sind regelmäßige Spenden sehr wichtig. Solltet ihr in eurem Umfeld unsichere Spender haben, so ermutigt sie. Die Hygienemaßnahmen wurden so stark verschärft, dass sie kein Risiko eingehen.

Oberhavel-Klinik

Servicetipp Solidarität

Corona-Forschung und Patienten mit Spenden helfen

Ihre Spende an die Stiftung Universitätsmedizin Essen unterstützt Vorhaben wie das deutsch-chinesische Kooperationsprojekt zur Coronaforschung. Außerdem setzt sich die Stiftung für zusätzliche Versorgungsangebote in den Krankenhäusern ein. Sie kümmert sich um die Bereitstellung von Smartphones und Tablets für einsame Patienten, um ihnen den Kontakt zur Familie zu ermöglichen.

spenden-für-corona.de

Kulturschaffende vor der Existenzkrise retten

Leeres Theater von innen mit Blick auf die Bühne

Foto von Peter Lewicki auf Unsplash

Keine Menschenansammlungen bedeutet keine Kinos, kein Theater, kein Museum, kein Kabarett, kein Konzert, kein Clubbesuch. Viele Theater und Kinos der freien Kunstszene, Kleinkünstler*Innen und Freiberufler stehen dadurch vor dem finanziellen Bankrott. Wir haben eine Liste zusammengestellt, wie wir solidarisch unterstützen können.

Liste aller wichtigen Links und Informationen zu Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen hier

Petition: Hilfen für Künstler UND Freiberufler
Die vermutlich bekannteste Petition für weitere Unterstützungsmaßnahmen hat der Sänger David Erler ins Leben gerufen. Er macht unter anderem darauf aufmerksam, dass die Maßnahmen nicht nur Existenzen von Künstler*innen gefährden, sondern auch alle Freiberufler*innen im Hintergrund.

Von Veranstaltungs- und Bühnentechniker*innen zu Schnitt- und Tontechnikern. Aber auch Yoga-, Fahrlehrer*innen, Journalist*innen, unzählige Berufe im Gesundheitssektor, Coaches und, und, und... Trotz der etlichen Maßnahmen, die bereits einigen Betroffenen geholfen haben, fallen einige tausend FreiberuflerInnen, KünstlerInnen, Kultur- und Kreativschaffende durch sämtliche Raster. Unterstützt all jene jetzt mit eurer Unterschrift.
https://www.openpetition.de/petition/online/hilfen-fuer-freiberufler-und-kuenstler-waehrend-des-corona-shutdowns-2

Noch ein Ticket als Spende parat?
Falls Sie Tickets gekauft haben, können Sie diese als Spende behalten und nicht rückerstatten lassen. Eine Alternative wäre sich einen Gutschein ausstellen zu lassen.

Frei arbeitende Berufsmusiker*innen unterstützen
Die Deutsche Orchester-Stiftung hat für die Berufsgruppe frei arbeitender Berufsmusiker*innen ein Spendenkonto eröffnet. An 2500 AntragstellerInnen konnte bereits eine Unterstützung von 400€ ausgezahlt werden.

Fast 4000 weitere Anträge warten noch auf die Bearbeitung. Danach können weitere Anträge zugelassen werden.
Deutsche Orchester-Stiftung
Kennwort: Nothilfefonds
IBAN: DE35 1004 0000 0114 1514 05
BIC: COBADEFFXXX
https://orchesterstiftung.de/nothilfefonds/

Aus Solidarität diesmal für Werbung ins Kino gehen
Auf hilfdeinemkino.de kannst du dein Kino um die Ecke ganz einfach und gezielt finanziell unterstützen. Gehe auf die Website, klicke auf der Landkarte auf dein Kino und sieh dir die Werbung an, die über ein Popup-Fenster abgespielt wird. Direkte Spenden über die Plattform sind ebenfalls möglich.
https://hilfdeinemkino.de/

Theaterschaffenden beim Theater schaffen helfen
Bei der Spendenaktion des ensemble-netzwerkes gehen 500€ direkt an Theaterschaffende. Bewerben können sich alle Künstler*innen, die Mitglied in einem der Aktionsbündnis-Vereine sind. Die massiven Gagenausfälle führen zu finanziellen Bankrotts, sodass viele Theaterschaffende ihre Existenz bedroht sehen und Unterstützung benötigen.
https://ensemble-netzwerk.de/enw/spendenkampagne-aktionsbuendnis/

Hol dir die Berliner Clubs ins Wohnzimmer
Die Berliner Clubkultur dürfte besonders stark von den Auswirkungen des Virus betroffen sein. Wann die Diskotheken wieder eröffnen dürfen, in denen mehrere hundert bis tausend Menschen eng aneinander tanzen, ist fraglich. Daher hat sich aus den Berliner Clubs Unitedwestream geformt. DJs legen live auf und streamen ihr Set über das Netz. Während man im Wohnzimmer dazu tanz, kann man die Clubs mit einer kleinen Spende unterstützen.
https://unitedwestream.berlin/

 

Solidarisch mit den Independent-Kinos

Filme aus Frankreich, Rumänien, Polen, Südkorea, Israel und aus vielen weiteren Ländern: Auf der Website von Grandfilm könnt ihr preisgekrönte Filme aus der ganzen Welt streamen und damit unsere Independant-Kinos unterstützen. Grandfilm On Demand teilt den Gewinn 50/50. Bei den unterstützten Kinos mit dabei sind beispielsweise Brotfabrik Berlin, Hackesche Höfe Kino Berlin, Wolf Kino Berlin oder auch Kinos aus Bochum, Bremen, Dortmund, Bamberg uvw.
grandfilm.de

Corona-Krise als Chance für den Journalismus

Der bundesweite Zusammenschluss Neue Deutsche Medienmacher zieht erste positive Bilanz für die Berichterstattung in der Corona-Krise:
Ausgeglichene Berichterstattung braucht keine Rechtspopulist*innen sondern vielfältige Perspektiven und wir erreichen eine hohe Nachfrage auch ohne Panikmache! Mit diesen Erkenntnissen kann der Journalismus nachhaltig und zum Besseren verändert werden.

Neue Deutsche Medienmacher

Twitter

Zusammenhalt in schweren Zeiten

Brigitta Gabrin: Solidarisch durch die Krise

Zusammenhalt in schweren Zeiten – darin haben wir bei multicult.fm Übung! In unserer neuen Service Rubrik findet Ihr Mut machende, solidarische Inhalte und originelle Tipps für Quarantäne Meister(n) ...

Wege aus der Krise… finden wir NUR gemeinsam!

Und in diesen Tagen sollten wir uns auch an Profis wenden - lieber zu früh als zu spät!

Hilfsangebote der Berliner Krisendienste
Der Berliner Senat veröffentlicht die Adressen, Telefonnummern und Sprechzeiten der Krisendienste unter der Internetadresse:
https://www.berlin.de/lb/psychiatrie/hilfe-in-krisen/

Unter dem Stichwort „Hilfe in Krisen" finden sich dort folgende Beratungs- und Hilfsangebote:

Hilfe für Erwachsene
Berliner Krisendienst mit neun Beratungsstandorten
Sprechzeiten und Telefonnummern

Sozialpsychiatrische Dienste der Bezirke
Sprechzeiten und Telefonnummern der Sozialpsychiatrischen Dienste der Bezirke

Weiter Krisen- und Notrufnummern für Erwachsene

  • Telefonseelsorge Berlin
  • Kirchliche Telefonseelsorge Berlin
  • Muslimische Seelsorge - Telefon
  • BIG-Hotline Erstanlaufstelle zum Thema häusliche Gewalt
  • LARA - Krisen- und Beratungszentrum für vergewaltige und sexuell belästigte Frauen
  • Frauenkrisentelefons
  • Frauennachtcafé
  • Krisentelefon "Pflege in Not"

Hilfen für Kinder und Jugendliche
Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienste der Bezirke mit Sprechzeiten und Telefonnummern

Weitere Notrufnummern für Kinder und Jugendliche
Kinder-Notdienst
Gitschiner Straße 48, 10969 Berlin-Kreuzberg
Tel.: (030) 61 00 61, rund um die Uhr
Internet: www.kindernotdienst.de

Corona-Hilfen für Künstler*innen

Drei Schauspieler-Schatterisse vor rottransparentem Vorhang - Foto von Kyle Head

Foto von Kyle Head

Das Beratungszentrum für Kulturförderung und Kreativwirtschaft Berlin kuratiert in einem Google Doc alle wichtigen Links und Informationen zu Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen. Die Sammlung wird täglich aktualisiert. Jede*r ist dazu aufgerufen auf neue Maßnahmen, zu Tipps, Links und Best-Practice-Ideen in Zeiten von Corona hinzuweisen, um so die gesamte Szene möglichst informieren zu können.
https://docs.google.com/document/d/1WQrFT7bF2unYqZbLnR0lX95C_XztiYUF5viI...

Der Ball rollt wieder – aber um welchen Preis?

Fußballer*innen vor Tor mit Coronavirus als Ball

Foto.s von CDC + Jeffrey F Lin auf Unsplash

Zum Audiobeitrag „Der Ball rollt wieder – aber um welchen Preis? Niels Bartels hat nachgefragt!

Am 16. Mai starten die erste und zweite Fußball Bundesliga wieder - auch mit dem brisanten Revierderby Borussia Dortmund gegen Schalke 04 - natürlich als Geisterspiel. Aber die Sorge, dass dem Spiel ohne Publikum der letzte Kick fehlen wird, ist nur eine von sehr vielen.

War die Entscheidung der deutschen Politik und der DFL (Deutsche Fußball Liga) richtig? In unserer Projektredaktion haben wir das Pro und Contra für das Gemeinwohl abgewogen und mit Experten gesprochen.

Auch Eure Meinung interessiert uns: Was denkt Ihr über den Re-Start der beiden Fußball Bundesligen? Ist es klug, die Saison fortzusetzen? Oder sollte sie abgebrochen werden? Sendet uns Eure Antwort als Text – oder als Audio-Nachricht an: info@multicult.fm!

PRO
Mit dem Fußball wird ein Stück Normalität in die deutschen Haushalte zurückkommen und die Weiterführung der Saison bringt auch den Erhalt von ca. 56 000 Arbeitsplätzen mit sich ... mehr

CONTRA
Allein die Ermittlung der reellen Zahlen für die notwendigen Tests für die Mannschaften und ihr Umfeld ist eine Herausforderung. Die Kosten dafür - wer auch immer sie tragen wird - dürften schwindelerregend sein ... mehr

Expertenmeinungen zu dem Thema - im Interview mit multicult.fm

Michael Rieß, Geschäftsführer Hindernis Laufwettbewerb Runletics
multicult.fm: Herr Rieß, finden Sie es klug, die Saison fortzusetzen und welches Signal denken Sie gibt die Fußballnation Deutschland damit an den Rest der Welt?
Aus geschäftlicher und internationalen Sicht ist es schon klug, die Saison fortzusetzen. Die Bundesliga ist der erste Livesport und ich glaube, dass sich so neue Potenziale erschließen. Ob Deutschland oder der Fußball eine Vorbildrolle haben, wage ich zu bezweifeln! Deutschland zeigt, dass es die C-Krise scheinbar besser im Griff hat, aber ich glaube nicht, dass irgendein Akteur in der Bundesliga sich darüber Gedanken macht ...“ mehr

Sebastian Kaiser, Sportwissenschaftler von Fitnesskaiser.com
multicult.fm: Herr Kaiser, ist es aus Ihrer Sicht sinnvoll, die Saison schon am 16. Mai wieder zu starten?
„Hier müssen drei Faktoren unterschieden werden: volkswirtschaftlich, sportpsychologisch und medizinisch. Die ersten beiden Faktoren sind vor allem gesellschaftlich wichtig. Medizinisch sehe ich nach aktuellem Stand kein Problem und auch wenig Gefahr für die Sportler, wenn ausreichend getestet wird. Schwierig ist zu entscheiden, wie mit Spielern umgegangen wird, die aus Angst vor Erkrankung nicht spielen wollen. ...“ mehr

Redaktion und Interviewführung: Niels Bartels

No Pata Pata in times of Covid-19

Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=_UkLbiPXf6Q

Das weltberühmte Lied "Pata Pata" der südafrikanischen Sängerin Miriam Makeba wurde von der beninischen Künstlerin Angelique Kidjo gecovert, um auf die Corona-Gefahren hinzuweisen. Die Veröffentlichung der Cover-Version wurde von der UNICEF organisiert und von mehreren Radiosendern in ganz Afrika gespielt. So hat das Lied schnell eine enorme Reichweite erreicht.

Pata Pata bedeutet in der Xhosa-Sprache "sich berühren". Die Corona-Version bezieht sich auf diesen Wunsch, erklärt jedoch: "Wir müssen unsere Hände sauber halten, damit 'no-Pata Pata' ... Berühren Sie nicht Ihr Gesicht, halten Sie bitte Abstand und 'no-Pata Pata'". Mithilfe dieser Coverversion sollen besonders gefährdete Gemeinschaften in Afrika erreicht werden, die kaum über das Virus und die Hygienemaßnahmen aufgeklärt wurden. Zudem soll das Lied Mut machen, denn bereits das Original "Pata Pata" war ein Zeichen gegen die Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung in Südafrika.

La chanson mondialement connue «Pata Pata» de la chanteuse sud-africaine Miriam Makeba a été reprise par l'artiste béninoise Angelique Kidjo pour souligner les dangers du Coronavirus. La sortie de cette deuxième version a été organisée par l'UNICEF et diffusée par plusieurs stations de radio à travers l'Afrique. La chanson a donc rapidement eu une large audience.

Pata Pata signifie «se toucher» dans la langue Xhosa. La version Corona fait référence à ce souhait, mais explique: "Nous devons garder nos mains propres pour que 'no-pata pata' ... ne touchez pas votre visage, veuillez garder vos distances et 'no-pata pata'". Cette version reprise vise à atteindre les communautés particulièrement vulnérables en Afrique qui ont à peine été informées sur le virus et les mesures d'hygiène. La chanson est également un encouragement, car l'original "Pata Pata" était déjà un symbole contre l'oppression de la population noire en Afrique du Sud.

WE'RE ALL IN THE SAME DANCE

Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=2MxRG0Jpdak&feature=emb_title

Das italienische Musikensemble Canzoniere Grecanico Salentino aus Salento hat in seinem neuen Musikvideo 150 Tänzer und Tänzerinnen aus der ganzen Welt vereint. Der visuelle Fokus liegt auf den dynamischen Bewegungen der Füße. Die Dreiteilung des Formats verleiht dieser Komposition eine spannende Dramaturgie.

Die Idee zu dieser Sinfonie und dem Lockdown-Video kam dem Bandleader und Geiger Mauro Durante mit seiner Frau in Apulien. Durante erklärt die Ursprünge des Videos: „Vor nicht allzu langer Zeit wurden in Süditalien Musik und Tanz verwendet, um das Gift des Taranta-Spinnendämons auszutreiben. Heute, mitten im Coronavirus-Notfall, kommt eine Musik aus den Wänden eines Hauses in Apulien und durchquert die Welt. Der Tanz wird global: Hymne an das Leben, Gegenmittel gegen die Entbehrungen der Sperre.'

"We´re all in the same Dance" lädt den Zuseher ein, in die Bewegungen einzutauchen und Teil der Gemeinschaft zu werden.

L'ensemble musicale italiano Canzoniere Grecanico Salentino del Salento ha riunito 150 danzatori provenienti da tutto il mondo nel suo nuovo video musicale. Il focus visivo è sui movimenti dinamici dei piedi. Il formato in tre parti conferisce a questa composizione un'emozionante drammaturgia.
L'idea di questa sinfonia e del Lockdown-Video è venuta al leader della band e violinista Mauro Durante con la moglie in Puglia. Durante spiega le origini del video: "Non molto tempo fa, nel Sud Italia, la musica e la danza venivano usate per esorcizzare il veleno del demone ragno Taranta. Oggi, nel bel mezzo dell'emergenza Coronavirus, la musica esce dai muri di una casa pugliese e viaggia per il mondo. La danza diventa globale: inno alla vita, antidoto alle difficoltà dell'isolamento".
"Siamo tutti nella stessa Danza" invita lo spettatore a tuffarsi nei movimenti e a diventare parte della comunità.

It´s Quarant-Time! Grenzen überwinden mit Mélinée

Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=n4vtqVyUQCI

Die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland ist geschlossen - doch kreative Künstler*innen auf beiden Seiten vernetzen die Gemeinschaften. Die in Berlin lebende französische Musikerin Mélinée singt "Coronavaurien", ein humorvolles Lied voller positiven Energie!

 

It´s Quarant-Time ! Surmonter les frontières avec Mélinée
La frontière entre la France et l'Allemagne est fermée - mais des artistes créatifs des deux côtés relient les communautés. La musicienne française Mélinée, qui vit à Berlin, chante «Coronavaurien», une chanson humoristique pleine d'énergie positive!

La migliore cura per il corona blues ? Solidarietà e musica!

Das beste Mittel gegen den Corona Blues: Solidarität und Musik!

Voller Solidarität und Bewunderung schauen wir auf unsere italienischen Nachbar*innen: auf Balkonkonzerte aber auch auf italienische Musiker*innen, die ihre Shows im Netz streamen: Rockerin Gianna Nannini aus ihrem Studio in Mailand oder Pop-Sänger Tiziano Ferro UND Grammy-Preisträgerin Laura Pausini.

Fabio Abate hat mit dem Song „Sono loro gli eroi" die „Hymne" der Kultur- und Sportinnitiatve L'Italia in una stanza komponiert.
Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=9rPoXcFNZCg

Vereint durch den Lockdown mit DAAN CORONA

Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=qwT19-up78M

Der senegalesische Rapper, Musiker und Labelbetreiber Didier Awadi bringt mit dem Song "DAAN Corona" zwanzig Rapper und Sängerinnen zusammen. Der Interpret des ursprünglichen Liedes ist der senegalesische Superstar Youssou N´Dour. Für das gemeinsame Künstlerprojekt hat er den Refrain nochmals eingesungen. Der Lockdown in der senegalesischen Hauptstadt Dakar ist wie überall auf der Welt: Kaum Menschen sind auf den Straßen und die Schutzmaßnahmen werden beherzigt. Dennoch gibt es immer mehr, die die Kontaktbeschränkungen weniger ernst nehmen. Hier versuchen die Künstlerinnen mit dem Projekt anzusetzen und wollen musikalisch Durchhaltevermögen und Disziplin für das Gemeinwohl vermitteln. Zusammen stehen wir das durch - Vereint durch den Lockdown. Der Erlös, den der Song "DAAN Corona" einspielt, wird an das senegalesische Gesundheitsministerium gespendet.

Unis dans le confinement avec DAAN CORONA
Le rappeur, musicien et opérateur de label sénégalais Didier Awadi rassemble une vingtaine de rappeurs et chanteurs dans la chanson "DAAN Corona". L'interprète de la chanson originale est la superstar sénégalaise Youssou N´Dour. Il a de nouveau chanté pour le projet en commun avec les autres artistes. Le Lockdown de Dakar, la capitale du Sénégal, est comme partout ailleurs dans le monde: presque personne n'est dans la rue et les mesures de protection sont prises à cœur. De plus en plus de personnes se détendent vis à vis des mesures et les prennent moins au sérieux. C'est pour cela que les artistes lancent leur projet afin de transmettre la persévérance et la discipline pour le bien commun. Ensemble, nous pouvons surmonter cela - unis dans le confinement. Les recettes de la chanson "DAAN Corona" seront reversées au ministère de la santé sénégalais.

Musikalisch vereint in der COVID-19-Pandemie

Der israelische Gitarrist Yotam Silberstein hat gemeinsam mit Sängerin Vanessa Moreno das brasilianische Lied 'Ligia' gecovert. Ursprüngliche Versionen stammen von den Künstlern Chico Buarque und Tom Jobim, die Silberstein bereits in seiner Kindheit in Tel Aviv hörte. Der südamerikanische Musikfan musste aufgrund der Covid-19 Pandemie eine Show im Lincoln Center und seine Europatournee absagen, woraufhin er seine eigenen Covid-Sessions namens Quarantine Duos ins Leben rief. Musik ist für ihn der perfekte Begleiter in einer Zeit der erzwungenen Trennung.

Die Sängerin Vanessa Moreno verbrachte die Quarantäne mit ihrer zweijährigen Tochter in Ourinhos, einer Stadt im ländlichen Inneren des Bundesstaates São Paulo. Die 33-jährige Sängerin will den Fans mit ihren Quarantäneklängen einen „kleinen Samen des Glücks und der Hoffnung“ bieten.

Dieser Optimismus verbirgt jedoch eine düstere Perspektive für Komponisten und Interpreten. In Brasilien sind Konzertsäle und Clubs bis auf Weiteres geschlossen, und die Unterhaltungsindustrie wird voraussichtlich Zehntausende von Arbeitsplätzen abbauen. In einem Bericht über den Einbruch schrieb die brasilianische Tageszeitung Folha de São Paulo, von einer beispiellosen Krise mit der die Live-Musikszene konfrontiert sei.

Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=A7xhBhppg-k

Bleiben wir zuhause, bis die Krise überwunden ist

 Youtube: https://youtu.be/L4RWl3s_gWU

 

Wie viele Länder in Lateinamerika ist auch Kolumbien vom COVID-19 schwer betroffen und Präsident Iván Duque hat eine landesweite Quarantäne angeordnet. Die Ausgangssperre droht nun, die Kaffeeernte, eine der wichtigsten Exportgüter des Landes, zu zerstören.
Auch die Musikbranche leidet darunter - Musiker und Künstler finden neue Formen kreativer Musikexperimente, wie unser aktuelles Corona-Musikvideo „Que me lo des" zeigt.
Mit Kreativität und Solidarität suchen hier Pacifican Power nach Wegen, um die soziale Isolation in der Quarantäne zu überwinden.
Das kolumbianische Projekt ist eine Art Supergroup, mit Musiker*innen aus den angesagtesten Bands zwischen Cali und Timbiqui, entstanden aus den Jamsessions am Rande des berühmten Salsa Festival Feria de Cali.
La Pacifican Power schaffen es geradezu virtuos Salsa, Rap, Rock, Jazz und Tradition zusammen zu bringen, wie man auch in dieser Quédate en Casa Versión von Quiero que me lo des hören kann.

Quédate en casa hasta que pase la amenaza
Al igual que muchos países de América Latina, Colombia se ve gravemente afectada por COVID-19 y el presidente Iván Duque ha ordenado una cuarentena a nivel nacional. El toque de queda ahora amenaza con destruir la cosecha de café, uno de los productos de exportación más importantes del país.
La industria de la música también sufre esto. Pero los músicos y artistas encuentran nuevas formas de experimentos musicales creativos, como nuestro actual video musical sobre el Coronavirus "Que me lo des".
Con creatividad y solidaridad, Pacifican Power está buscando formas de superar el aislamiento social en cuarentena.
El proyecto colombiano es una especie de supergrupo, con músicos de las mejores bandas entre Cali y Timbiqui, surgió de las sesiones improvisadas al margen del famoso Festival de Salsa Feria de Cali.
La Pacifican Power logra reunir virtualmente virtuosas salsa, rap, rock, jazz y tradición, como también se puede escuchar en esta Quédate en Casa Versión de Quiero que me lo des.