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Wenn die Gefahr zu Hause lauert: Häusliche Gewalt nimmt während der Covid 19-Pandemie zu

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Die Berliner Polizei und Gewaltberatungsstellen verzeichnen in den letzten Wochen deutlich mehr Notrufe wegen häuslicher Gewalt. Eine Erklärung sind sicherlich die Kontaktbeschränkungen. Aber auch die zunehmende Arbeitslosigkeit kann Familien indirekt zerstören.

Wie die Berliner Polizei mitteilte, rückten Beamt*innen vom 16. März bis zum 19. April zu 1580 Einsätzen wegen häuslicher Gewalt aus. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 bedeutet das eine Steigerung von 15 Prozent.
Besonders deutlich zeigt sich der Anstieg mit wöchentlich mehr als 300 Notrufen. Nicht jeder Notruf führt zwangsläufig zu einer Anzeige. Insgesamt wurden zwischen Jahresbeginn und dem 19. April 4.270 Anzeigen wegen häuslicher Gewalt in Berlin aufgenommen. Das waren 210 mehr Vorfälle als im Vergleichszeitraum 2019.

Am häufigsten sind Frauen von häuslicher Gewalt betroffen. Isolation, das Kümmern um die Kinder mit Homeschooling, gesundheitliche und existenzielle Ängste sowie ein rund um die Uhr anwesender, potentiell gewalttätiger Partner, haben die Situation für viele Frauen verschärft.