Projektablauf

Während der elfmonatigen Projektlaufzeit 2016 finden drei aufeinander aufbauende Ausbildungsmodule statt. Hier erwerben die Teilnehmenden Grundlagen der interkultureller Kommunikation, Basiswissen im interkulturellen Journalismus von journalistischen Formaten wie tagesaktuellen Umfragen, Veranstaltungstipps oder Blogs bis zu Moderationscoaching und Produktion sendefähiger Inhalte.

  • Im 1. Modul lernen die Teilnehmer Grundlagen der interkulturellen Kommunikation als Schlüsselqualifikation z.B. in der Wirtschaft, in internationalen Arbeitszusammenhängen oder im schulischen Alltag. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf Beziehungen zwischen Kultur und Wirtschaft gelegt. Dabei werden auch die öffentliche Debattenkultur zum Thema analysiert und Fragen des Konfliktmanagements in interkulturellen Teams erörtert und anhand praktischer Übungen verinnerlicht.
  • Im 2. Modul geht es um Grundlagen des interkulturellen Journalismus. Nach einer Einführung in theoretische Grundlagen des Hörfunk- und Onlinejournalismus werden in praktischen Übungen Präsentationstechniken (z.B. multimediale Vergleiche internationaler Ess-, Freizeit- und Konsumkultur) und journalistische Formate wie tagesaktuelle Umfragen, Veranstaltungstipps oder Blogs zu Wirtschaftsthemen trainiert. Anhand von Buchbesprechungen und des gemeinsamen Besuchs von Ausstellungen, Theater- oder Musikveranstaltungen werden Techniken der journalistischen Kritik und des Eventmarketings erprobt.
  • Das 3. Modul dreht sich zunächst um die Moderation verschiedener Hörfunkformate und Live- Bühnenmoderation. In Gruppen- und Einzelcoachings werden Moderationstechniken geübt. Im Rahmen dieses Moduls findet auch ein Moderations-Casting statt. Anschließend erhalten die Jugendlichen Intensivtrainings, je nach Interessen und Veranlagung z.B. als Moderator, Reporter oder (Video-) Blogger.

Als Reporter, Moderatoren oder Blogger stellen die Jugendlichen ihre im Projekt erworbene interkulturelle Kompetenz unter Beweis, z.B. indem sie in bilingualen Formaten ihre Hörerschaft ermuntern, über ihre eigene kulturelle Identität zu reflektieren, die "Codes" der anderen Kulturen zu verstehen, sich in sie „einzufühlen" und das eigene Handeln daran auszurichten.

Beispiele für Sendungsformate und -rubriken:
Wirtschaftsnachrichten im interkulturellen Vergleich, Verschiedene Rubriken wie
Wissenstauschbörse, Solidarische Ökonomie, Buchrezensionen usw., Talkrunden mit Entscheidungsträgern aus der Wirtschaft, Porträts spannender Start-Up-Unternehmen in Europa.

Für jedes Modul gibt es eine Teilnahmebescheinigung und nach dem kompletten Durchlauf ein Abschlusszertifikat.
Sämtliche im Projekt produzierten Audios und Texte werden auf verschiedenen Plattformen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht:

  • als Audio: in unterschiedlichen Sendeformaten im terrestrischen Sendefenster von Radio multicult.fm auf UKW 88, 4 und 90,7 sowie digital im Internetprogramm des Radios und per App auf mobilen Geräten
  • als Online Text (ggf. Videomaterial): auf dem Flatscreen des multicult.fm RadioCafés, auf www.multicult.fm, auf den jeweiligen Schul-Homepages, auf Online-Plattformen der Kooperationspartner, Facebook, Instagramm usw.