onda-info | 24.01.2014

Im "glücklichsten Land der Welt" wächst die Sehnsucht nach Wandel. Anfang Februar sind in Costa Rica Wahlen. Bis vor kurzem gingen alle Umfragen davon aus, dass der Kandidat traditionsreichen Mitte-Rechts-Partei Liberación durchsetzen werde. Doch Korruptionsaffairen, politische Skandale und die wachsende soziale Schieflage in Costa Rica haben Liberación und dessen Kandidaten Johnny Araya zugesetzt. Und plötzlich bekommt die Volkspartei von links Konkurrenz. Auch weil dessen Kandidat eine konkurrenzlose Mobilisierungsstrategie fährt. José Maria Villalta, der junge Präsidentschaftskandidat mit der sympathischen Nerd-Optik ist bislang einziger Abgeordneter seiner linken Partei Frente Amplio, der gar nicht so Breiten Front im costa-ricanischen Parlament. Und nun liegt dieser José María Villalta, den seine Anhänger liebevoll "Chema" nennen, nach unterschiedlichen Meinungsumfragen auf Platz Eins oder Zwei der Gunst der Wählerinnen und Wähler.