KULTour

KULTour : eine Sendung geschaffen für eine Stadt wie Berlin! Eine Stadt mit buntem und vielfältigen kulturellen Ambiente, in der Kultur gelebt wird - aber auch vieles unentdeckt bleibt. Wir wollen den Berlinern und Brandenburgern informativ und spannend das stetig wechselnde Berliner Kulturprogramm nahebringen und sie zu eigenen Touren in die kulturelle Vielfalt anregen. Seien es Theaterbesuche, Events, Konzerte, Festivals oder auch Museumsbesuche - eben all das, was im Zeichen von Kultur steht. In unserer einstündigen Sendung sollen auch spannende Bücher und/oder Filme aus der ganzen Welt vorgestellt werden. Alles umspielt von ausgewählter Weltmusik.

letzte Folgen

KULTour | 24.03.2017

Kultour

© Lucas Heinz, Rudi Szameit, Georg Wagner

www.annika-von-trier.com

Die Chansonnière, Autorin und Songwriterin Annika von Trier startet heute Abend ihre neues Programm, eine Hommage an die legendäre Dada-Künstlerin Hannah Höch unter dem Titel «# DIPTAM # DADA # DIGITALIS oder Ich will mein Löwenmäulchen nicht halten!» Und zwar in der Camaro-Stiftung (Potsdamer Str. 98a), wo zugleich die Finissage der wunderbaren Ausstellung des Vereins Berliner Künstlerinnen stattfindet: Etwa 80 Werke von (nicht nur Berliner) Künstlerinnen, Hannah Höch, Käthe Kollwitz, Paula Modersohn-Becker uvm.
von und mit: Eike Gebhardt

KULTour | 26.02.2017

Kultour

Wieviel Kultur braucht eigentlich die Politik oder wieviel Politik braucht die Kultur, und kann man in Zeiten wie diesen tatsächlich mit der Kultur Grenzen in der Politik überwinden?

Mein Studiogast Tim Renner ist in beidem, der Kultur und der Politik, zuhause. Als Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten a.D. hier in Berlin, konnte er in seiner Arbeit Kultur und Politik verbinden. Zudem ist er selbst in mehreren Genres zuhause, sowohl in der Musikbranche, wie auch als Autor und Journalist.

Er plant weiterhin Politik an vorderster Reihe mitbestimmen zu können. Tim Renner tritt in Charlottenburg-Wilmersdorf als SPD-Kandidat für die Bundestagswahl an.

Redaktion und Moderation: Jacqueline Roussety
Technik: Siggy Heiden

Roter Teppich

KULTour | 12.02.2017

Kultour

Roter Teppich, Blitzlichtgewitter, Stars und Sternchen sind im Grunde genommen nur ein ganz kleiner Teil der Filmindustrie. Film ist ein wirtschaftliches Imperium, es geht um Geld, Vermarktung, Verkäufe, Präsentationen und Festivals. Und hinter diesen Aufgaben stecken Menschen, die mehr als einen 24-Stunden-Job stemmen müssen. Business pur.

Die heutigen Studiogäste:

Anna-Katharina Gerson: Sie hat sich auf Film und dessen crossmediale Belange spezialisiert. Sie ist unter anderem die Verantwortliche für die Programmplanung der nationalen und internationalen Aktivitäten und das Marketing der B3 Biennale des Bewegten Bildes in Frankfurt am Main.

Wilhelm Kamarad: Er führt eine internationale Produktionsfirma, Dreamfilms, und betreibt zudem seinen eigenen Filmverleih. Zurzeit arbeitet Herr Kamarad an drei großen internationalen Kinofilmen, einem Umweltkrimi, der in England angesiedelt ist und auch zum Teil in den Pinewood Studios gedreht wird, eine ganz eigene Sichtweise auf den Frankensteinmythos, der in Griechenland spielt und auch gedreht wird, und einen Italowestern.

Gregory Athanasiou: Ein griechischer Filmproduzent und Gründer und Leiter von Minus Pictures, die Athener Filmproduktionsgesellschaft. Er wird als einer der besten 20 Filmproduzenten weltweit gesehen und war natürlich auf internationalen Filmfestivals schon vertreten wie in Cannes und Toronto. Wir kommen heute auf seine neueste Produktion "Frankenstein Rec" zu sprechen, die noch mitten in der Vorbereitung steht

Auch auf die Audi Lounge werde ich zu sprechen kommen. Hier finden spannende Panels und Veranstaltungen statt. Es lohnt sich hier reinzugehen!

Alle Infos über die Audi Lounge: www.berlinale.de/berlinaleopenhouse

KULTour | 08.01.2017

Kultour

In der heutigen Sendung wird der Roman „Esperanza“, übersetzt „die Hoffnung“, von Marina Caba Rall, erschienen im Wagenbach Verlag vorgestellt. Der Roman beschäftigt sich mit einem Thema, das seit ein paar Jahren ein fester Begriff und Bestandteil unserer Gesellschaft geworden ist: „Kriegsenkelgeneration“.

Als Kriegsenkelgeneration bezeichnet man die Generation, die von Mitte der 1950er bis Mitte der siebziger Jahre geboren wurde. Und meistens waren ihre Eltern die Kriegskinder oder vielleicht sogar Jugendliche und junge Erwachsene während der Zeit des Nationalsozialismus oder unter anderen faschistischen Regimen. Was diese Zeit mit Ihnen gemacht hat, hat automatisch auf die Erziehung der Generation der Fünfziger, Sechziger und Siebziger abgefärbt. Während wir hier in Deutschland uns mit der Schuld aus der Zeit zwischen 1933-1945 auseinandersetzen müssen, vor allen Dingen mit einer traumatisierten Großeltern- oder Elterngeneration, stellt sich natürlich auch die Frage, wie erging es den anderen Ländern, den so genannten „Gewinnlern“ oder denjenigen, die nicht unmittelbar an dem Geschehen der Nationalsozialisten beteiligt waren, sondern an andren Kriegen, wie zum Beispiel dem spanischen Bürgerkrieg, der zwischen 1936 und 1939 tobte? Wie traumatisiert waren hier die Betroffenen? Genau das ist das Spannende und Besondere an dem Roman „Esperanza“. Warum und wieso gerade auch hier die sogenannte „Kriegsenkelgeneration“ begann, sich mit dem Thema „Krieg“ und deren langen Schatten bis in die heutige Zeit auf einer anderen Ebene auseinander zu setzen, wird Teil dieser Sendung werden.

Mein Studiogast Marina Caba Rall ist nicht nur studierte Geschichtswissenschaftlerin, sondern auch Regisseurin und Filmemacherin und Autorin.

Redaktion und Moderation: Jacqueline Roussety
Technik: Siggy Heiden

KULTour | 25.12.2016

Chansonière Annika von Trier

"Ich kann mein Löwenmäulchen nicht halten" - Die Chansonière Annika von Trier

Es gibt kein Phänomen des Zeitgeists, das vor ihr sicher wäre. Keine Kunstrichtung, keine Beziehungsform, keine Mode, ja nicht einmal Träume und Sehnsüchte. Denn das weiß die Wahl-Berlinerin: Auch tiefste Gefühle – angeblich der Kern unseres Ichs – sind Modeprodukte; welche Gefühle angesagt sind, ja sogar welche als authentisch gelten, wechselt nicht nur von Generation zu Generation, sondern manchmal noch schneller.

Vor 2 ½ tausend Jahren hatte schon Platon spekuliert, dass sich Zeitgeist-Moden zuallererst in Musikstilen niederschlagen. Kein Wunder also, dass unsere Zeitgeist-Philosophin diese Form der Kommunikation gewählt hat, Sie hat ein Genre gewählt, das in Deutschland reichlich dünn vertreten ist, das dem französischen Chanson sehr nahe kommt, aber – im Gegensatz zum Chanson - fast nie schwelgt oder tragisch wird, sondern einen verspielten, oft ironischen Abstand hält. Der Zuhörer ist immer zugleich drinnen und draußen, identifiziert sich - und kann zugleich von außen kommentieren, belächeln, beklagen, oder schlicht nachdenklich werden: Denn an überraschenden, überrumpelnden Wendungen in jedem zweiten Satz mangelt es bei dieser Song-Writerin und Performerin wahrlich nicht. Wir haben die Legende, die in ganz Europa eine begehrte Chansonnière ins Studio geladen: Annika von Trier.