Der Traum einer humanen Gesellschaft - oder: Die Zukunft des Sozialismus

Kontrapunkt | 05.03.2017

Kontrapunkt

Motiv: Fritz Ebeling (1930-2011)

Als die - angeblich gottgegebenen - Diktaturen bröckelten (damals, während der Aufklärung, hießen sie noch Monarchien) konnten sich Menschen aller sozialen Klassen, Stände, Herkünfte und Zugehörigkeiten zum ersten Mal ganz öffentlich darüber streiten, wie sie sich eine gerechte, humane Gesellschaft vorstellten: Die Idee des Sozialismus war geboren - und wurde zum Traum der unterdrückten und ausgebeuteten Menschen. Erst sehr viel später wurde der Name gekapert von brutalen Machthabern, z.B. der Sowjetunion und ihren Satelliten - von diesem Beigeschmack hat sich der einst beflügelnde Traum nie erholt. Die Ideen aber lebten untergründig fort - und werden heute, angesichts der neoliberalen Wirtschaftsdiktatur, schon wieder lebhaft und heißblütig debattiert.

Eike Gebhardt spricht mit zwei der profiliertesten Vertretern dieser Tradition: Gesine Schwan, zweimal deutsche Präsidentschaftskandidatin und Vorsitzende der Grundwertekommission der SPD - und Sahra Wagenknecht, Vize-Fraktionschefin der Linken im Bundestag und die bekannteste Wortführerin ihrer Partei.