Stella

Sa., 30.09.2017 | 20:00 Uhr | Neuköllner Oper

Stella ist blond, jung und schön. Sie möchte Filmstar werden, wie Marlene Dietrich, aber Stella ist Jüdin und statt dem Traum von der großen Karriere bekommt Stella einen gelben Stern. 15 Jahre später steht Stella vor Gericht. Mehr als 300 untergetauchte Menschen soll sie im Dienste der Gestapo aufgespürt und damit in den sicheren Tod geschickt haben. Aber keiner weiß, was damals wirklich geschah, denn Stella schweigt.

Stella Goldschlag hatte alles, was zu einer großen Karriere im 20. Jahrhundert nötig war: Eine blendende Erscheinung, das nötige Talent und Tatkraft, sowie das gewisse Maß an Rücksichtslosigkeit, das den wirklichen Star ausmacht.
Aber Stella Goldschlag war Jüdin. Und schlimmer noch: Sie maßte sich an, keine Jüdin sein zu wollen. Schließlich erfüllt sich Stellas Wunsch nach Berühmtheit auf denkbar schrecklichste Weise. Ganz Berlin kennt die tüchtigste Greiferin der Gestapo, das berüchtigte „blonde Gespenst vom Kurfürstendamm“! Künstlerkarrieren waren schon immer dankbare Vorlagen für das Musiktheater. Stella Goldschlags Biographie ist eine sehr deutsche Karriere. Und so ist Stella auch ein sehr deutsches Stück Musiktheater geworden, das sich lustvoll böse aus unserer musikalischen Vergangenheit bedient bei diesem UFA-Film, der nie gedreht wurde.

Regie: Martin G. Berger | Musikalische Leitung / Einstudierung: Hans-Peter Kirchberg, Tobias Bartholmeß | Ausstattung: Sarah-Katharina Karl | Dramaturgie: Carola Cohen-Friedlaender | Choreografie: Marie-Christin Zeisset | Video: Roman Rehor

Mit: Jörn-Felix Alt, Frederike Haas, Isabella Köpke, Victor Petitjean, Markus Schöttl, David Schroeder, Samuel Schürmann

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