Ed Motta

Mi., 25.04.2018 | 20:00 Uhr | Gretchen

Ed Motta: Spiritual Jazz mit einem tiefen Gefühl für Soul
“Die Musik ist die Stenographie des Gefühls”, soll Leo Tolstoi geschrieben haben. Wie intensiv und umgehend die Kombination von Melodie, Harmonie, Rhythmus und einer überirdischen Stimme unsere innersten Gefühle und Sehnsüchte triggert, demonstrieren die zehn Stücke auf Ed Mottas neuem Album „Perpetual Gateways“. In Kalifornien produziert, von keinem Geringeren als Kamau Kenyatta, der auch für das Debütalbum von Gregory Porter verantwortlich zeichnete und momentan an dessen viertem Album arbeitet, bringt dieses zwölfte Studioalbum des weltweit verehrten Sängers, Songschreibers, Instrumentalisten und nahezu allumfassenden Bon Vivant aus Rio de Janeiro Spiritual Jazz mit einem tiefen Gefühl für Soul zusammen.
„Ich war nie ein Teenager. Ich war schon fünfzig Jahre alt als ich auf die Welt kam“, meinte Ed Motta, ein Superstar in seiner Heimat Brasilien und jetzt bereit, auch den Rest der Welt für sich und seine Musik zu erobern.
Die Aussage könnte ein Indiz dafür sein, warum der singende Multiinstrumentalist, der schon mit Helden wie Ryuichi Sakamoto, Roy Ayers, Incognito oder Bo Diddley gearbeitet hat, bei seinem letzten Studiobesuch seine Liebe für den „Adult Oriented Rock“ ausgelebt hat. Die gleiche Wertschätzung für außergewöhnliche Musikalität und das Handwerk des Songschreibens und Produzierens führt direkt zu „Perpetual Gateways“, das sich eines ähnlich unterschätzten, aber doch deutlich heimeligeren Gebietes widmet – zwischen Spiritual Jazz, prog-rockender Fusion und ihren Stiefsöhnen Donny Hathaway und Stevie Wonder, circa “Innervisions“.

Ed Motta

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